Als Kunstform ist die Tätowierung ebenso vergänglich wie das
menschliche Leben. Sie vergeht in der Regel mit ihrem Träger.
Die Technik, mit der die Pigmente unter die Haut gebracht
werden, hat im Laufe der Geschichte keine grundlegenden Veränderungen erfahren.
Wohl aber gibt es je nach Entwicklungsstand und Erfindungsgabe große
Unterschiede in der Qualität.
Seit jeher gab es die verschiedensten Techniken der
Tätowierkunst: vom Aufschneiden der Haut bis hin zu eingefärbten Fäden, welche
unter die Haut gezogen wurden. Jedes Volk praktizierte und praktiziert noch
heute dieses Phänomen.
Die elektrische Tätowiermaschine, die Samuel O' Reilly 1891 als
erster patentieren ließ, hat seither immer mehr Verbreitung gefunden, und diese
schmerzhaften Praktiken abgelöst.
Soviel zum Wie - was aber ist mit dem Warum?? Anlass für eine
Tätowierung können Trauer, Freude, Liebe, Rebellion, Rache, Sieg, Niederlage
und unendlich viel mehr sein.
Tätowierungen werden mit Interesse, Erstaunen, Bewunderung,
Verehrung aber auch mit Bestürzung und Abscheu betrachtet, man urteilt oder
verurteilt, empfindet Angst oder Lust.
Viele Lebensabschnitte eines Menschen gehen zu Ende, die
Erinnerung bleibt allerdings in Form der Tätowierung bestehen. Die moderne
Lasermedizin hat auch hier Abhilfe geschaffen. Durch den Einsatz modernster
Laser können Tätowierungen heute in mehreren Behandlungen sicher und narbenfrei
entfernt werden. |